[Theoretisches] Wie funktioniert ein Muskel

Muskulatur des Menschen

Ich möchte euch in dem Beitrag nur einen kurzen, oberflächlichen Input geben, der leicht zu verstehen ist. Wer genauere und tiefgründigere Informationen zum Muskelaufbau erhalten möchte, kann sich gern an mich wenden. Denn ich glaube, dass der durchschnittliche Leser, der die Bewegung in den Alltag integrieren möchte, keinen hoch medizinischen Input sucht und Begriffe wie Sarkomere, Golgi-Apparat und Alpha-beta-Kopplung um die Ohren geflattert bekommen möchte. Ich packe euch aber unten 2 Links rein, bei denen ihr stöbern könnt, die finde ich persönlich gut erklärt und aufschlussreich.

Der Mensch verfügt über mehr als 650 Muskeln. Diese werden in die Organmuskulatur, eine glatte Muskulatur, und in die Skelettmuskulatur, eine quergestreifte Muskulatur unterteilt. Die glatte Muskulatur arbeitet über das vegetative Nervensystem autonom und ist im Inneren von Hohlorganen zu finden. Die Quergestreifte Muskulatur kann bewusst über das Zentralen Nervensystem angesteuert werden. Die Herzmuskulatur stellt als quergestreifte Muskulatur eine Sonderform dar, da sie absolut autonom also vegetativ (über vegetative Nervensystem) arbeitet.

Da die Herzmuskulatur und die Organmuskulatur selbstständig und autonom arbeiten, möchte ich dies nicht weiter vertiefen. Für uns ist die quergestreifte Skelettmuskulatur wichtig. Quergestreift deshalb, weil der Aufbau der Muskulatur aussieht wie Querstreifen. Dazu später mehr.

Der Muskel hat immer einen Ansatz (Sehne), einen Muskelbauch und einen Ursprung (Sehne). Ein Muskel kann aus mehreren Muskelköpfen bestehen, sich also aus 1-4 Köpfen zusammensetzen. Diese Köpfe führen dann gemeinsam in eine Sehne.

Ein einzelner Muskel wird zusammengesetzt aus mehreren Muskelfaserbündeln, Bindegewebe, Arterien,Venen und Nerven. .

Die Muskelfaserbündel bestehen wiederum aus vielen einzelnen Muskelfasern, die mit einer Bindegewebeschicht (zu den Faszien gehörend) umzogen sind. Die Muskelfasern bestehen wiederum aus einzelnen Fasern, den Myofibrillen und darin befinden sich die sogenannten Proteinbausteine Aktin und Myosin.

In den Muskelfasern findet die Reizübertragung des Nervenimpulses statt, sowie die Versorgung mit Mikronährstoffen und Sauerstoff über die Blutbahn. So besteht jeder Muskel aus 1 Nerv, 1 Vene und 1 Arterie, welche zwischen den einzelnen Muskelfaserbündeln verlaufen. Diese verzweigen sich in ein feines Kapillarnetz, welche dann in der Muskelfaser zu finden sind und dort über eine Motorische Endplatte, was jetzt zu weit führt, den Muskel versorgt.

Durch den Aufbau der einzelnen Myofibrillen in den Muskelfasern, die sich zusammensetzen entsteht die Querstreifung, die unter dem Mikroskop sichtbar wird.

Wie funktioniert jetzt ein Muskel?

Der Skelettmuskel wird durch einen Nervenreiz aus dem Gehirn, welcher durch das Rückenmark verläuft innerviert (anregen). Dabei wird der Nervenimpuls über Stimulatien zum Muskel, an die motorische Endplatte weiter geleitet. Damit weiß der Muskel, dass er arbeiten muss.

Jeder Muskel hat in der Regel nur eine Funktion. So hat man immer zu jeder Bewegung einen Antagonisten und Protagonisten. Antagonist auch Gegenspieler genannt sind meist die Strecker, strecken also den Arm oder Finger. Der Protagonist auch Spieler genannt, sind meist Beuger, beugen also den Arm oder Finger. Also der Muskel des Protagonisten zieht sich zusammen, kontrahiert, dadurch beugt sich der Finger. Beim strecken entspannt sich der Protagonist und der Antagonist verkürzt sich, der vorher entspannt/ gedehnt war. So kommt eine harmonische Bewegung zustande. Für die normale Gangbewegung des Menschen sind aber weitaus mehr Muskeln beteiligt als einer. Die Art der Funktion eines jeden Muskels, ist aber immer gleich. Der Grad/ Höhe der Muskelspannung nennt man Tonus.

Das Dehnen nach dem Aufwärmen vor dem Sport und nach dem Sport ist also wichtig, damit der Muskel seine volle Leistungsfähigkeit erhalten kann.

Nebeninfo Ahhhh:

Bei einer Spastik zieht sich der Protagonist zusammen, bekommt ständig Impulse durch das Gehirn und kann sich nicht mehr entspannen. Der Arm und die Hand bleiben meist zusammen gezogen. Kann man dies nicht locker, verkürzt sich der Muskel ständig und die Bewegung ist nicht möglich, es kommt zu einer Veränderung.

Relaxation wie man immer im Zusammenhang von PMR hört bedeutet nicht anderes als Entspannung.

Die Sehnen im Übrigen sind feste Verbindungen aus den Ausläufern der Muskeln, die weiß glänzend und fasrig sind. Sie bestehen aus dem Bindegewebe Blutgefäßen und Nervenbahnen. Sie verbinden den Muskel mit dem Knochen.

Habt ihr noch Fragen oder Anregungen, war euch das zu tiefgründig oder eher zu oberflächlich? Dann lasst es mich wissen und schreibt mir eine kurze Info. Natürlich ist der Text nicht hoch wissenschaftlich und geht nicht bis ins Detail, aber ich denke für den ersten Einblick sollte das reichen. Oder?

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